
Vereinschronik
Chronik des Gesangvereins Concordia
Seit unserer Gründung im Jahr 1922 prägt der Gesangverein Concordia das musikalische Leben in unserem Heimatort Rottenbauer. Mit einem Repertoire von klassischen Männerchorsätzen verbindet uns die Freude am gemeinsamen Singen und an der Begegnung von Menschen aller Generationen. Unsere Proben, Konzerte und Feste sind Orte lebendiger Gemeinschaft, an denen aus Stimmen Freundschaften werden.
Diese Chronik bewahrt die Spuren unseres Weges: Sie erzählt von Tradition und Wandel, von besonderen Konzerten, Jubiläen und den vielen stillen Momenten des Miteinanders. Indem wir unsere Geschichte festhalten, stärken wir den Zusammenhalt im Verein, ehren das Engagement früherer Generationen und tragen unser kulturelles Erbe feierlich in die Zukunft. So bleibt hörbar, was uns seit Jahrzehnten verbindet: der Klang von Concordia.
Chronik des Gesangvereins CONCORDIA 1922 Rottenbauer e.V.
Unter dem Leitspruch "Singe, wem Gesang gegeben" trafen sich am 1. Juli 1922 im örtlichen Gasthaus "Zum Hirschen" mehrere Rottenbauerer Bürger zum gemeinsamen Singen.
Die Männerrunde findet so viel Gefallen am gemeinschaftlichen Gesang, dass schnell der Wunsch aufkommt, sich in einem Verein zu organisieren. Dies ist die Geburtsstunde des Gesang-Vereins "CONCORDIA" Rottenbauer.
Im Gründungsprotokoll heißt es hierzu: "Es wird hierauf einstimmig beschlossen, dem Verein den Namen "CONCORDIA" zu geben und als Vereinsfarbe weiß-grün zu erwählen".
Hermann Michel wird 1. Vorsitzender, die Chorleitung übernimmt der an der Volkschule Rottenbauer tätige Lehrer Richard Kaiser.
Der Verein nimmt einen schnellen Aufschwung. Schon 1923 erfolgt der Beitritt sowohl zum "Fränkischen" als auch zum "Deutschen" Sängerbund.
Nur ein Jahr später wird die Anschaffung einer Vereinsfahne beschlossen. Die Fahnenweihe am 19. und 20. Juli 1924 feiert ganz Rottenbauer mit zahlreichen Gastvereinen.
In den Folgejahren etabliert sich der Verein mehr und mehr. So veranstaltet man immer wieder Ortsfeste und pflegt den Besuch auswärtiger Sängerfeste.
Im Jahr 1928 übernimmt Georg Dambach die Vereinsführung. Seine Ära setzt der Kriegsausbruch 1939 ein vorläufiges Ende. Die Ereignisse und Folgen des 2. Weltkrieges bringen das Vereins-Geschehen zum Erliegen.
Georg Dambach ist es schließlich am 17. Mai 1968 vergönnt, die "CONCORDIA" nach nahezu 30-jährigem Dornröschenschlaf wieder "wach zu küssen".
In der an diesem Tag abgehaltenen "Neugründungs-Veranstaltung" werden 40 Mitglieder gewonnen.
Die Chorleitung liegt zunächst in den Händen von Prof. Reuschl. 1969 übernimmt der ortsansässige Hans-Josef Wagner das Dirigentenamt.
Im März 1971 übergibt Georg Dambach den Vorsitz an Georg Michel und wird gleichzeitig zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Ihr inzwischen zur Tradition gewordenes öffentliches Weihnachtssingen führt die "CONCORDIA" erstmals 1971 durch.
Das Jahr 1976 bringt einen weiteren Wechsel in der Vereinsführung. Anstelle des aus gesundheitlichen Gründen zurücktretenden Georg Michel wird Max Zeitler 1. Vorsitzender.
Drei Jahre später muss die "CONCORDIA" Hans-Josef Wagner nach über 10 Jahre währender Chorleitertätigkeit verabschieden.
An seine Stelle tritt Edi Wehner.
Mit einer Busfahrt nach Regensburg, zur Befreiungshalle bei Kelheim und zum Kloster Weltenburg beginnt die "CONCORDIA" 1979 ihre inzwischen sehr beliebten alljährlichen Tagesausflüge.
Am 1. Mai 1982 führt die "CONCORDIA" im TSV-Sportheim ihre erste, viele Jahre wiederkehrende, öffentliche Tanzveranstaltung durch. In den gleichen Räumlichkeiten finden seit 1983 in unregelmäßigem Rhythmus Liederabende mit Gastchören statt.
Zu Beginn des Jahres 1985 zwingen gesundheitliche Gründe Max Zeitler und Edi Wehner ihre Ämter zur Verfügung zu stellen. Neuer 1. Vorsitzender wird Günter Deckler, Chorleiter der bisherige 2. Dirigent Edgar Fuchsbauer.
1985 wird erstmals der bis heute (2020) noch jährlich stattfindende Familienwandertag durchgeführt, der bei vielen Mitgliedern und Freunden mit einem geselligen Abschluss in der Sängerscheune, endet.
Für ein denkwürdiges Ereignis steht der 4. September 1986: Die "CONCORDIA" wird beim Amtsgericht Würzburg in das Vereinsregister eingetragen und hat seitdem den Status eines "ausschließlich gemeinnützige Zwecke verfolgenden, eingetragenen Vereins"
Im Jahr 1987 übernimmt Wolfgang Uhl das Dirigentenamt, das er bis heute erfolgreich, mit viel Feingefühl für Musik und Menschenführung, bekleidet.
Die bisherigen Chorleiter, Edi Wehner und Edgar Fuchsbauer, werden zu Ehrenchorleitern ernannt.
1991 muss 1. Vorsitzender Günter Deckler aus beruflichen Gründen zurücktreten. Ihm folgt Martin Dambach nach. Im Jahr 1992 fasst die "CONCORDIA" den Mut, erstmals bei den Würzburger Chormusiktagen mitzuwirken. Zehn weitere Auftritte folgen danach.
Nach nur einer Wahlperiode lässt sich Martin Dambach 1993 von Klaus-Heinrich Thomsen als 1. Vorsitzenden ablösen. Letzterer übergibt wegen seines Wegzugs aus Rottenbauer nach nur zwei Jahren die Vereinsführung an den noch heute (2023) amtierenden Bernd Christ.
Die Sängergarderobe in "Fränkischer Tracht" wurde 1996 komplettiert und seitdem tritt der Chor bei öffentlichen Veranstaltungen in dieser "Sängertracht" – wie wir es nennen – auf.
Dem Verein gehören heute (1997) 39 Sänger und 143 fördernde Mitglieder an.
Zum Schluss dürfen wir mit Freude feststellen, dass die "CONCORDIA" sich im Verlauf ihres 90-jährigen Bestehens einen festen Platz in die Herzen der Einwohner von Rottenbauer und näheren Umgebung gesungen hat.
Dies zeigen die jeweils sehr rege Teilnahme der Bevölkerung an unseren Veranstaltungen, Einladungen zu Chorauftritten, zum Beispiel beim VDK – in Senioren-Unterkünften - Arche und Juliusspital – auch bei örtlichen Vereins- und Privat-Jubiläen – und auch zum Abschied von Menschen beim Singen auf dem Friedhof.
Unser Bemühen und Ziel wird es auch künftig sein, mit unserem gemeinsamen Musizieren und Singen den Reichtum des vielseitigen, traditionellen Liedgutes zu bewahren.
- Chronik des GV "CONCORDIA" von 1997 – im Jahr 2012 von Günter Deckler ergänzt -
Im September 2007 haben die Sänger damit begonnen, die Sanierung der Sängerscheune voranzutreiben, Anstoß hierfür war eine Baumaßnahme von Ingo Herbolsheimer, der plante, im Schlossgarten seine Nebengebäude abzureißen, um Platz für 2 Einfamilienhäuser zu schaffen.
Sein Nachbar, der Architekt Alois Beez hatte die Idee, die alten Ziegel für das Dach der Sängerscheune zu verwenden. Nach Rücksprache mit dem Eigentümer, der Stadt Würzburg, wurde dies genehmigt und Unterstützung durch das Baureferat zugesagt.
In den darauffolgenden Monaten wurde die Sanierung geplant, Angebote eingeholt und im April 2008 angefangen das Material u. a. die Ziegel abzutragen und an der Sängerscheune zu deponieren.
Als dann der Dachdecker anrückte, kletterten die Sänger aufs Dach, entfernten die alten Ziegel und das seit Jahrzehnten eingelagerte Stroh, damit das Gebälk ausgebessert und die neuen alten Ziegel eingebaut werden konnten.
Außerdem wurde das in die Jahre gekommene, baufällige Scheunentor erneuert und eine Zwischendecke in der Tenne eingezogen.
Die von den Sängern erbrachte Eigenleistung wurde beziffert und auf die Miete angerechnet.
Hinter der Scheune wurden die Freifläche vergrößert und ein Zaun errichtet, so können bei Veranstaltungen an der Sängerscheune zwei Zelte aufgestellt werden.
Die über Jahre angefragten und wahrgenommenen Termine wie z. B. Singen am Osterbrunnen, Singen beim VdK in Heidingsfeld, der Sängerwandertag, das Sängersommerfest, Singen zu runden Geburtstagen von Vereinsmitgliedern und nicht zuletzt das Singen am Weihnachtsbaum sind fester Bestandteil innerhalb des Sängerjahres.
Das in 2017 erreichte 95-jährige Bestehen des Vereins wurde zugunsten des 50-jährigen Jubiläums "Wiederbelebens im Jahre 1968 " ausgesetzt.
Die Jubiläumsfeier fand am Samstag den 20.10.2018 im katholischen Pfarrheim statt. Es wurde in Anwesenheit des Patenvereins Liederkranz Randersacker 1898 sowie geladener Ehrengäste u. a. dem Oberbürgermeister Christian Schuchardt, den im Stadtteil wohnenden Stadträten, Vertretern der örtlichen Vereine und Gästen, gebührend gefeiert.
Außerdem werden die vier noch aktiven Gründungsmitglieder aus 1968, Gerhard Hamberger, Valentin Kömm, Eugen Oßwald und Rudolf Oßwald durch einen Vertreter des fränkischen Sängerbundes ausgezeichnet.
Das Jahr 2019 beginnt mit einer Überraschung: Der stellvertretende Vorsitzende Helmuth Orth und Kassenwart Karlheinz Thaler haben die Idee umgesetzt, einen neuen Chor ins Leben zu rufen. Zusammen mit Wolfgang Schmock wurden Interessierte mittels eines Flyers aufgerufen, einem gemischten Chor beizutreten.
Am 29.03.2019 fand die Gründungsveranstaltung statt und es konnten bereits 35 Interessierte registriert werden. In den darauf folgenden Monaten sind weitere Mitglieder hinzugekommen und es wurde auch ein Name für den Chor gefunden. Aus den eingereichten Vorschlägen der neuen Mitglieder ist der Name "Mundwerk Rottenbauer" kreiert worden. Unter der Leitung von Wolfgang Schmock singt der neue Chor immer donnerstags im evangelischen Gemeindesaal.
Das Sängerjahr 2020 hatte kaum begonnen, da musste das Singen pandemiebedingt Anfang März auf unbestimmte Zeit eingestellt werden. Alle geplanten Termine wurden abgesagt und sollten sobald möglich nachgeholt werden.
Diese Situation hat sich bis Ende April 2022 nicht geändert, obwohl dazwischen immer wieder versucht worden war, diverse Veranstaltungen wie z. B. die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen, vorgesehen im Januar 2021, durchzuführen. Nach mehrmaligen Anläufen fand die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen am 07.05.2022 statt.
Der neugewählte geschäftsführende Vorstand setzt sich zusammen aus dem
1.
Vorsitzenden Bernd Christ
2. Vorsitzende Marita Deichmann
Kassenwart
Wolfgang Schmock
Schriftführer
Robert Dambach
Der neue Chor "Mundwerk Rottenbauer" hatte bereits im Juli 2021 unter strengsten Corona-Auflagen begonnen, zuerst nur jeweils zwei Stimmen, wieder regelmäßig zu singen.
Am 24.06.2022 findet zum 100-jährigen Bestehen der Concordia im kath. Pfarrheim ein Kommersabend und am 17.07.2022 ein Sommerfest in der Sängerscheune statt.
Stand Sommer 2022, ergänzt von Robert Dambach, Schriftführer und Ehrenmitglied
Seit der letzten Aktualisierung der Vereinschronik sind über zehn Jahre vergangen und manches, was für die vergangenen Jahre erwähnenswert ist, soll somit auch hier dokumentiert sein:
Im Jahre 2022 feiern die CONCORDIA-Sänger das 100-jährige Vereinsjubiläum.
Mit einem Kommers-Abend wird das Jubiläum im Kath. Pfarrheim in Rottenbauer gebührend gefeiert. Der Chor des Patenvereins aus Randersacker und unser Männerchor gestalten mit reichlicher Liedauswahl diese Feier.
In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Sänger altersbedingt stark gesunken. Eine Verjüngung mit singfreudigen Männern ist nicht zu erwarten. Die gern gewünschten Gesangsauftritte im Ortsteil und im näheren Umkreis können nicht mehr alle wunschgemäß ausgeführt werden.
Im Kreis der Vorstandschaft wird 2019 die Idee, einen gemischten Chor zu gründen, diskutiert und findet - auch gegen Widerstände - schnell seine Zustimmung.
Wolfgang Schmock (Rektor i. R.) – ein vielseitig hoch
begabter Instrumental- und Chormusiker, hier in Rottenbauer ansässig, wird für
das "Chor-Projekt" gewonnen. Der Chor "Mundwerk Rottenbauer" im Gesangverein
CONCORDIA 1922 ist gegründet (29. März 2019)
"Lieder aus alter und heutiger Zeit, weltlich und geistlich, a cappella und instrumental eingerichtet, vom Madrigal bis zum Choral, von Kanon, Sprechstück, Volkslied, Folklore und Gospel bis zu Chorarrangements beliebter Titel aus dem Bereich Rock und Pop. Willkommen sind geübte Sänger*innen ebenso wie unerfahrene."
So heißt es in der Ankündigung, die Anfang März 2019 an alle Haushalte in Würzburgs südlichstem (als ob man "südlich" steigern könnte, egal!) Stadtteil verteilt wird und mit der die Hoffnung verbunden ist, dass sich so viele sangesfreudige, -willige, -fähige Menschen davon angesprochen fühlen, dass eine ordentliche SATB-Gruppe gebildet werden kann - also wenigstens vier Personen.
Chorleiter Wolfgang Uhl, hat nahezu 35 Jahre mit großem Engagement, Musikverständnis und Loyalität den Männerchor geführt und muss leider zum Beginn des Jahres 2024 aus gesundheitlichen Gründen die Leitung des Chores aufgeben.
Mit einer Feier unter dem Motto "Fuchtler con passione" wird Wolfgang Uhl würdevoll mit Anerkennung seiner großen musikalischen Verdienste von seinen Sängern und den Anwesenden Mitbürgern verabschiedet. Von Oberbürgermeister Christian Schuchard wird Wolfgang Uhl mit dem "Tanzenden Schäfer" geehrt.
Glücklicherweise wird zukünftig die Chorleitung
Wolfgang Schmock mit übernehmen – und somit dürfte der Männerchor – wenn auch unter erschwerten, altersbedingten Voraussetzungen - weiter bestehen können. Immerhin: Einstimmig ist beschlossen, am zweiten Chorfest Rottenbauer aktiv als Männerchor mitzuwirken. So sieht Zukunft aus.
Historische Übersicht des Gesangvereins Concordia
Gründung und Anfangsjahre (Anfang 20. Jahrhundert)
Der Gesangverein Concordia entstand in einer Zeit, in der das gemeinsame Singen fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens war. Engagierte Bürger gründeten den Verein, um die Freude am Chorgesang zu pflegen und das kulturelle Leben im Ort zu bereichern. Bereits in den ersten Jahren fanden regelmäßige Proben in Gasthaussälen oder kleinen Vereinsräumen statt. Erste öffentliche Auftritte bei örtlichen Festen, kirchlichen Feiern und patriotischen Veranstaltungen machten Concordia schnell bekannt. Eine aufwendig gestaltete Vereinsfahne wurde angeschafft und bei Umzügen und Sängerfesten stolz vorangetragen – sie galt als sichtbares Symbol für Gemeinschaftssinn und musikalischen Anspruch.
Zeit zwischen den Weltkriegen
Die Jahre zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg waren von Umbrüchen geprägt, doch der Verein blieb ein wichtiger Treffpunkt für Sängerinnen und Sänger. Nach den Verlusten und Entbehrungen des Ersten Weltkriegs half das gemeinsame Singen vielen Mitgliedern, wieder Halt zu finden. Concordia beteiligte sich an regionalen Sängerfesten, organisierte eigene Konzerte und pflegte Kontakte zu benachbarten Chören. In dieser Phase wechselten mehrfach die Dirigenten, was neue musikalische Impulse brachte: Neben traditionellen Männerchorwerken hielten zunehmend weltliche Lieder und Bearbeitungen populärer Melodien Einzug ins Repertoire. Konzertplakate aus dieser Zeit zeugen von einem regen Vereinsleben und von der wachsenden Bedeutung des Chores im kulturellen Kalender der Region.
Wiederaufbau und Nachkriegszeit
Nach dem Zweiten Weltkrieg stand der Verein – wie viele kulturelle Einrichtungen – vor einem Neuanfang. Zahlreiche Mitglieder waren gefallen oder vertrieben, Probenräume beschädigt oder nicht mehr nutzbar. Dennoch fanden sich engagierte Sängerinnen und Sänger zusammen, um Concordia wiederzubeleben. Unter der Leitung eines neuen Dirigenten begann der mühsame Wiederaufbau: Stimmen mussten neu besetzt, Notenmaterial beschafft und Probenstrukturen organisiert werden. Erste Auftritte in der Nachkriegszeit hatten oft einen stark verbindenden Charakter, etwa Benefizkonzerte für Bedürftige oder Gedenkveranstaltungen. Jubiläen, wie das 25- oder 50-jährige Bestehen, wurden mit Festkonzerten gefeiert und dokumentierten eindrucksvoll, dass der Verein trotz aller Widrigkeiten Bestand hatte.
Modernisierung und musikalische Öffnung (zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts)
Mit dem gesellschaftlichen Wandel der 1960er- und 1970er-Jahre begann auch für Concordia eine Phase der Modernisierung. Der Chor öffnete sich neuen Musikrichtungen, ergänzte klassische Chorliteratur um Volkslieder, geistliche Werke, Musical-Arrangements und populäre Songs. Wichtige Dirigentenwechsel brachten frische Ideen in Probenarbeit und Konzertgestaltung. In dieser Zeit entstanden thematische Konzertreihen, etwa Advents- und Frühjahrskonzerte, die sich fest im Jahreslauf etablierten. Historische Probenfotos zeigen, wie sich Aufstellung, Kleidung und Probenmethoden veränderten – von streng formellen Reihen hin zu einer offeneren, kommunikativeren Chorarbeit. Gleichzeitig wurden Vereinsstrukturen modernisiert, etwa durch die Einführung von Ausschüssen für Organisation, Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsförderung.
Auslandsreisen, Partnerschaften und Auszeichnungen
Ein besonderes Kapitel der Vereinsgeschichte bilden Auslandsreisen und Begegnungen mit Chören aus anderen Ländern. Konzertfahrten in europäische Nachbarstaaten oder Besuche bei Partnerchören boten Gelegenheit, Concordia über die Grenzen der Heimatregion hinaus zu präsentieren. Gemeinsame Konzerte, Gastauftritte in historischen Kirchen oder auf städtischen Bühnen sowie gesellige Abende mit den Gastgebern stärkten das Gemeinschaftsgefühl und erweiterten den musikalischen Horizont. Für herausragende Leistungen erhielt der Verein im Laufe der Jahre verschiedene Auszeichnungen, etwa Ehrenurkunden von Chorverbänden, Kulturpreise der Kommune oder Ehrentitel bei Wertungssingen. Diese Ehrungen würdigten nicht nur die musikalische Qualität, sondern auch das langjährige ehrenamtliche Engagement der Mitglieder.
Gegenwart und Ausblick
Heute präsentiert sich der Gesangverein Concordia als moderner, generationsübergreifender Chor, der Tradition und Gegenwart verbindet. Das Repertoire reicht von klassischer Chormusik über geistliche Werke bis hin zu Pop- und Filmmusik. Regelmäßige Konzerte, Projektchöre und Kooperationen mit Instrumentalensembles oder Schulen sorgen für Abwechslung und sprechen ein breites Publikum an. Jubiläumsveranstaltungen werden mit professionell gestalteten Konzertplakaten beworben, die das historische Erbe des Vereins mit einem zeitgemäßen Erscheinungsbild verbinden. Die alte Vereinsfahne, historische Probenfotos und frühere Plakate werden bei besonderen Anlässen ausgestellt und machen die lange Geschichte von Concordia sichtbar. Mit kontinuierlicher Nachwuchsarbeit, offener Vereinsstruktur und Freude am gemeinsamen Singen blickt der Chor zuversichtlich in die Zukunft.
